„Lasst uns ins Gelingen verliebt sein!“, hielt Kay Voges mehrfach fest. Was ist Ihrer Meinung nach in den vergangenen Jahren am Volkstheater besonders gut gelungen?

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Der respektvolle Umgang! Die niederschwelligen hierarchischen Strukturen! Unter schlimmsten Coronabedingungen starten zu müssen und dort zu landen, wo wir jetzt sind! 
Der vielfältige Spielplan! Wie schnell sich die anfängliche Skepsis den Piefkes gegenüber in ein liebevolles, humorvolles und respektvolles Miteinander verwandelt hat! Ich werde einige Menschen aus den verschiedensten Abteilungen sehr vermissen!

Was ist weniger gut gelungen?

Die Klimaanlage hat nie menschenfreundlich funktioniert! Ich hatte oft die Vision, die Konstrukteure leicht bekleidet am Portal zu fixieren und sie einige Stunden in diesem eiskalten Gebläse verweilen zu lassen! Ein idealer Ort für Frischfisch aber nicht für Schauspieler*innen und Schauspieler!

Gibt es einen Moment, den Sie vermutlich immer mit dem Volkstheater in Verbindung bringen werden?

Die Begegnung mit dem 95-jährigen Gerhard Rühm!

Überwiegt nun Wehmut oder Vorfreude?

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Ich liebe Wien und habe unglaublich gern auf dieser Bühne gestanden und gespielt! Aber ich möchte keinen anderen Intendanten mehr als Kay! Also werde ich Wien als Schauspielerin verlassen, aber nicht als Mensch! Meine Wohnung gebe ich erstmal nicht ab!

Eine Sache, die Sie dem Volkstheater-Publikum noch sagen möchten?

Schön wars! Tschüss!

Anke Zillich
Anke Zillich in „Bullet Time“. Regie: Kay Voges.

Foto: Marcel Urlaub